Fabs

Ein Maskottchen steht als Erkennungszeichen für eine Marke im allgemeinen Sinne, d.h. für diverse Unternehmen, eine Region, eine Stadt oder eben auch für eine Institution wie z.B. für einen Sportverein. Immer noch präsent und in allen Köpfen vorhanden, ist doch noch der Löwe „Goleo VI“ und der Ball „Pille“ von der Fußballweltmeisterschaft 2006 in Deutschland oder der Wolf „Zabivaka“ von der Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland.

Jetzt hat der SV Jestetten im Jahr 2020 mit seinem eigenen Maskottchen, dem Seeotter „FABS“ nachgezogen.

FABS dürfte wohl einmalig im Fußball-Hochrhein-Bezirk sein, nicht dass ein Sportverein in der Region ein Maskottchen besitzt, sondern das FABS auch zukünftig auch lebensgroß im Seestadion in Erscheinung tritt.

Zum 100jährigen Bestehen des Sportvereins Jestetten 1920 e.V., schenkt daher das Organisations-Team 2020 bestehend aus Axel Hüttner, Daniel Steinsiek, Roland Fischer, Stephan Metzger, Roland Steinl und Alexander Vetter dem SVJ das neue Erkennungszeichen, Motivations- oder/und auch Werbefigur.

Die Idee

Anlässlich des hundertjährigen Vereinsjubiläums des SVJ hatte Axel Hüttner die Idee unterbreitet, ein Maskottchen zu kreieren, welches den Verein über die ganze Planungsphase für das Jubiläum begleiten sollte. So wurden diverse Schulen angefragt und ein öffentlicher Aufruf auf der SVJ-Homepage gestartet. Mit wenig Erfolg, leider. Einziger Vorschlag, von einem Zuschauer an ein OK-Team-Mitglied bei einem Heimspiel, war ein Seeteufel, welcher Aufgrund von der Unansehnlichkeit des Tieres aber gleich einstimmig verworfen wurde. Und so ging die Suche nach einem geeigneten Maskottchen für den SV Jestetten weiter. Es kam dann die Idee eines „Seebären“ in Form eines Teddybären, auf, die aber vehement abgelehnt wurde.

Schlussendlich konnte sich aber Daniel Steinsiek von der Idee, eines schnellen, agilen, sportlichen, frechen und einer lustigen Identifikationsfigur für den SV Jestetten durchsetzen.

Steckbrief

Name: Fabs
Rasse: See-Otter
Alter: nicht bekannt
Vereinsmitglied seit: 01. März 2020
Größe: ca. 170-175cm
Gewicht: ca. 60-90kg
Herkunft: Leipzig, adoptiert von Steini
Besondere Kennzeichen: Sportlich muskulös, agil, frech & immer gut gelaunt

Der Name

Nachdem der Otter das Licht der Welt erblickt hatte, stellt sich nunmehr die Frage wie er heißen sollte. Roland Fischer „Fidsche“ hatte dann folgende Idee: Nennen wir Ihn doch einfach FABS, das sind die Anfangsbuchstaben der 3 Gründungsmitglieder, Ferdinand, August, Benny Sigg des damaligen FC Jestetten im Jahr 1920. Und somit kam der Otter zu seinem Namen


Wie Maskottchen Fabs beim SV Jestetten gelandet ist

Am Sonntagmorgen, den 08.12.19 machten sich Pilot Dr. Oliver Hamm sowie sein Co-Pilot Daniel Steinsiek auf den Weg nach Leipzig. Oli hatte sich bereit erklärt, mit seinem Flugzeug, einer Cirrus SR 22 (N456DR), die Reise nach Leipzig anzutreten. Bei schönstem Wetter flog man mit Rückenwind, 350 PS und einer Reisegeschwindigkeit von ca. 350 km/h, in 1,5 Stunden von Donaueschingen zum Flughafen Halle/Leipzig. Mit dem Taxi ging es nach der Landung ins Hotel „Zur alten Stadtkellerei“, wo man die Nacht verbachte. Nach dem Check in, haben sich Oli und Steini auf dem Leipziger Weihnachtsmarkt vom anstrengenden Flug gestärkt und ein Foto mit dem Leipziger Maskottchen „Bulli“ von RB Leipzig geschossen. Anschließend haben sich Pilot und sein Co-Pilot die durchaus interessante Stadt Leipzig in der Dunkelheit mit einem Doppeldeckerbus angeschaut. An der Haltestelle bayerischer Bahnhof, Gosebrauerei wurde die Sightseeing-Tour beendet, um dort einzukehren. Am Montag, den 09.12.19 um 10 Uhr war es endlich soweit. Daniel und Oliver treffen auf Chris Schlag, Stefanie Czapla und FABS. Völlig begeistert war Daniel Steinsiek, da „FABS“ bereits fertiggestellt war. Damit hatte er überhaupt nicht gerechnet. Eigentlich war er nur angereist um die „Erfinder“ von FABS kennenzulernen. Eine riesen Überraschung und ein wahrlich großartiges Vorweihnachtsgeschenk. Somit machten sich Pilot Oliver Hamm und sein Co-Pilot Daniel Steinsiek zusammen mit FABS auf den Weg zum Flughafen Halle/Leipzig, um die Heimreise anzutreten. Nach dem FABS den üblichen Security-Bereich hinter sich brachte, insbesondere das Durchlaufen der Röntgenmaschine, stand der Heimreise nach Jestetten nichts mehr im Wege. Ständig das Wetter im Auge, startet Pilot Oli in Halle/Leipzig seine Maschine. Anfangs noch bei gutem Wetter zurück nach Donaueschingen, sollte es leider nicht so bleiben. Das Wetter verschlechterte sich dramatisch mit Wind, Schnee und Eis. Schon ab Stuttgart wurde bereits Alternativen zur Landung in Donaueschingen geplant. Ein kurzer Anruf über Satellitentelefon beim Tower von Donaueschingen bestätigte das schlechte Wetter, tiefe Wolken bei schlechter Sicht und Regen. Im Instrumentenanflug ging es runter von 14000 Fuß bei minus 20 Grad auf 6000 Fuß in Schnee und Eis. Immer in Kontakt mit Zürich Approach bekam N456DR schließlich die Freigabe zur Landung. Erst über den Baggerseen von Donaueschingen in ca. 200 m Höhe kamen endlich die Lichter der Landebahn in Sicht. Just in Time, kurz vor den Minimums, die ein Durchstarten erfordert hätten. Bei Regen und glatter Landebahn konnte der Flug erfolgreich abgeschlossen werden. Mit dem Auto ging es zurück nach Jestetten, wo „FABS“ am Montagnachmittag, den 09.12.19 zum ersten Mal Jestetter Boden betrat.


Ein rechtherzliches Dankeschön an:

– Chris Schlag, Leipzig
– Stefanie Czapla, Leipzig
– Schertle Schmid Sport, Tiengen
– Siebdruck Reck, Waldshut
– Dr. Oliver Hamm, Jestetten
– Dem gesamten OK-Team von SVJ 2020, Jestetten