SVJ (fast) Ohne Chance im Waldstadion

Spielberichte

Die „Erste“ verlor am vergangenen Wochenende auch ihr zweites AuswĂ€rtsspiel der Saison. Beim Spitzenteam des SV 08 Laufenburg setzte es eine deftige 2:6-Pleite, bei der der SVJ dem Druck der Gastgeber vor allem im zweiten Durchgang nicht mehr gewachsen war.

Schon gleich zu Beginn des Spiels ĂŒbernahmen die Gastgeber Ball und Spielkontrolle, setzten den SVJ mit starkem Pressing unter Druck und suchten die schnelle FĂŒhrung. ZunĂ€chst blieb die SVJ-Defensive, die ohne den verletzten Mike Klett auskommen musste, allerdings standhaft und ließ keine klaren Tormöglichkeiten zu. Nach ca. 20 Minuten landete dann der erste aussichtsreiche Versuch der Laufenburger am Außennetz. Nun kam auch der SVJ offensiv zur Geltung. Nach Ballgewinn und schnellem Gegenstoss tauchte Thomas Rangnau plötzlich allein vor dem Tor auf, erreichte den Ball aber nur noch mit der Fussspitze, sodass der Laufenburger TorhĂŒter mit einem starken Reflex klĂ€ren konnte. Auch die nĂ€chste Chance verbuchte der SVJ. Martin Rangnau nahm aus halblinker Position Maß, sein Schuss strich aber am rechten Winkel vorbei. Wieder nur wenig spĂ€ter spielte der SVJ einen schönen, flĂŒssigen Konter. Nach drei direkt weitergeleiteten Zuspielen landete der Ball wieder bei Martin Rangnau, der frei vor dem Tor erneut am stark reagierenden TorhĂŒter scheiterte. Gegen Ende der ersten HĂ€lfte waren es dann wieder die Gastgeber die Offensivakzente setzen konnten. ZunĂ€chst blockte Pascale Moog einen Abschluss im letzten Moment. Wenig SpĂ€ter klĂ€rte Yannic Frey einen Laufenburger Distanzschuss zur Seite. Dort hatte sich Knab jeglicher Bewachung entledigt und hatte viel Zeit den Ball wieder in die Gefahrenzone zu bringen. Im Zentrum fĂ€lschte Moog den Ball unglĂŒcklich mit der Hacke ab und beförderte die Kugel ins eigene Tor. So ging es mit dem knappen, aber verdienten RĂŒckstand in die Pause.

Den zweiten Durchgang startete der SVJ dann, wie schon in Weil, sehr schlĂ€frig. Eine einstudierte „Anstoßvariante“ der Gastgeber gab man sich völlig hin und verlor nach eigenem Einwurf in der eigenen HĂ€lfte schnell den Ball. Halili erhielt die Kugel am Jestetter Sechzehner, wurde nicht wirklich gestört und konnte in aller Ruhe abschließen. Den Schuss konnte Frey nur, etwas zu kurz, zur Seite abwehren. Wieder stand Knab goldrichtig und drosch die Kugel unter die Latte. Wenig spĂ€ter blieb ein durchaus möglicher Elfmeterpfiff fĂŒr die Gastgeber aus, doch zwischen der 55. Und 57. Minute sollten sie dann doch fĂŒr die Entscheidung sorgen. ZunĂ€chst vollendete Knab eine Hereingabe von der rechten Seite, kurz darauf konnte eine Hereingabe von links nur scheinbar geklĂ€rt werden. Wieder stand Knab goldrichtig: 4:0. Dennoch kein Grund fĂŒr die Gastgeber nachzulassen. Zwei hochkarĂ€tige Chancen ließen sie aber in der Folge aus, in der 65. Minute war es dann wieder Knab, der der SVJ-Defensive enteilt war und seinen vierten Treffer des Tages markieren konnte. Die GĂ€ste schalteten nun erstmal einen Gang zurĂŒck, was unsere Mannschaft wieder besser ins Spiel brachte und auch durchaus einige Chancen mit sich trug. In der 73. Minute gelang Marco Lohr nach einem Eckstoß schließlich der Ehrentreffer, was allerdings die Gastgeber dann doch wieder auf den Plan rief. Nach 85. kam dann Artur Heck im eigenen Strafraum gegen den schnellen Cantanzaro zu spĂ€t. Den fĂ€lligen Elfmeter verwandelte Halili zum 1:6. Das sollte aber noch nicht der Schlusspunkt gewesen sein. Auch der SVJ suchte sein Heil nochmals in der Offensive, was in einem Foul an Martin Rangnau mĂŒndete. Auch hier entschied der Schiedsrichter berechtigterweise auf Strafstoß. Der Gefoulte trat selbst an und beförderte den Ball humorlos ins Tor. Wenig spĂ€ter beendete der Unparteiische die Partie.

Unterm Strich steht eine verdiente AuswĂ€rtsniederlage gegen eine sehr offensivstarke Laufenburger Mannschaft. Im ersten Durchgang konnte man dem Druck, auf Kosten der eigenen Spielweise, noch einigermaßen standhalten. Wer weiß was möglich gewesen wĂ€re hĂ€tte man die sich bietenden Chancen in den ersten 45 Minuten genutzt. Dennoch bleibt es am Ende Makulatur, bei einem solch klaren Endergebnis. Die Gastgeber beherrschten das Spiel zu jeder Zeit und gingen deshalb auch verdient als Sieger vom Platz. Der SVJ hatte dem Offensivdrang der GĂ€ste im zweiten Spielabschnitt praktisch nichts mehr entgegenzusetzen. Sehr Ă€rgerlich war es dabei wie leicht die Gegentore 2 bis 5 fallen konnten. In diesen Situationen war man an diesem Tag einfach nicht gut genug den Laufenburgern wirklich gefĂ€hrlich zu werden. Die Niederlage steht nun aber so und muss von der Mannschaft bis zum kommenden Heimspiel gegen den TuS Efringen-Kirchen verarbeitet werden. Es gilt dabei konzentriert weiterzuarbeiten und sich die Erfolge in Zukunft wieder auf eigener Seite zu verdienen.